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Beispiel eines Gutachtens

Unsere Empfehlungen erhalten Sie, in leicht verständlicher und vollständig ausformulierter Form. Hier ein Überblick über das Themenspektrum eines konkreten, aber anonymisierten Falls:


Auszug: „ ...Die dominante Gruppe ... muss weiter in ihrer Machtausübung gehindert werden. Jegliche Verstöße und Nichterfüllungen von Arbeitsaufgaben müssen umgehend reglementiert werden. Konsequenzen sollten bis zur letzten Instanz vollzogen werden. Die restlichen Mitarbeiter müssen weiter in ihrer Offenheit verstärkt werden. Gespräche mit den oben genannten Personen sollten immer im Beisein einer dritten Person geführt werden, um gegebenenfalls auch Zeugen zur Verfügung zu haben. Vereinbarungen mit den betreffenden Personen sollten schriftlich dokumentiert und von beiden Seiten unterschrieben werden. Die einzelnen Mitarbeiter der dominanten Gruppe sollten in Projekte miteinbezogen werden, die den Kontakt zu den Führungskräften verstärken. Sie sollten gefordert werden, jedoch mit dem Fokus auf die Klinikziele. Die Kontrolle durch die Führungskräfte ist dadurch einfacher und zeitsparender gewährleistet.
Sollten Mitarbeiter von bestimmten Arbeitsaufgaben befreit werden, muss dies dem Team zeitnah mitgeteilt werden und über einen Ausgleich verhandelt werden.
Die aktuellen Ausnahmen bei Herrn XY müssen dem Team offen dargelegt werden. Die Zusatzaufgaben, die Herr XY stattdessen auszuführen hat müssen sowohl ihm wie auch seinen KollegInnen transparent und somit auch kontrollierbar sein. Bei Androhung von Erkrankung muss in Zukunft unbedingt mit Konse­quen­zen reagiert werden. Wenn es die rechtliche Möglichkeit gibt, die Wiederein­gliederung von Frau I. abzubrechen so ist dies anzuraten. Sie arbeitet entgegen den Klinikzielen und versucht die Mitarbeiter dahingehend zu manipulieren.
Die Mitarbeiter brauchen weiterhin die Möglichkeit sich konstruktiv auszutauschen und auseinanderzusetzen. Dafür noch einiges an Übung nötig, die durch eine Teamsupervision gewährleistet wird. Durch den Einsatz der Supervision ist auch die Kontrolle über die Integration der dominanten Gruppe gegeben. Die Fehler- und Beschwerdekultur sollten als weitere wichtige Themen eingebaut werden.

Auszug: ... Problematiken, die von den Mitarbeitern in Einzelgesprächen oder bei Teamgesprächen angebracht werden, sollten sorgsam behandelt werden. Themen, die bei den Teambesprechungen aufgegriffen werden, müssen so lange auf der Tagesordnung bleiben, bis sie erledigt sind oder aus nachvollziehbaren Gründen verschoben oder aufgehoben werden.

Bei
Fehlverhalten der Mitarbeiter müssen zeitnah Konsequenzen angekündigt werden. Den Führungskräften muss klar sein, welche Konsequenzen anzukündigen sind und bis zu welchem Grad diese kommuniziert werden dürfen/sollen. Die Konsequenzen dürfen nicht nur angedroht werden, sie müssen ggf. auch durchgesetzt werden.

Wenn
Fehlerlisten geführt werden, sollte dies den Mitarbeitern bekannt sein. Die Vermutung der Mitarbeiter dahingehend besteht noch immer. Dieses Thema sollte in der nächsten Teamsitzung besprochen werden.

Die
Werte der engagierten Mitarbeiter sollten unterstützt und gestärkt werden. Z.B. durch die Ernennung desMitarbeiters des Monats.

Auszug: ... Die Teamleitung wird von den engagierten Mitarbeitern akzeptiert. Sie hat jedoch noch nicht die Stärke, der dominanten Gruppe standzuhalten. Dafür ist sie noch zu wenig in ihrer Führungsposition gefestigt. Sie braucht dafür noch mehr Sicherheit und auch den Mut, Fehlverhalten anzusprechen und Konsequenzen auszusprechen.

Es
wurde uns mitgeteilt, dass gegen Frau I. eine Abmahnung ausgesprochen wurde, die auf ein klares Fehlverhalten gegenüber der Teamleitung basiert. Aus unserer Sicht wäre es wichtig, diese Abmahnung durchzusetzen. Wird sie bereits im Vorfeld von der Klinik zurückgezogen, wird dies die Stellung der Teamleitung (Frau L.) in Frage stellen. Wird sie allerdings erst vor Gericht zurückgewiesen, ist das Signal gegenüber dem Team ein anderes. Die Führungsebenen werden dadurch als geschlossenes System erlebt.

Frau
L. braucht darüber hinaus noch Unterstützung, um ihre Führungsrolle zu definieren und ihre Konfliktfähigkeit auszubauen. Dazu gehört auch die Einübung von Kritik -und Feedbackgesprächen sowie der Umgang mit Nähe und Distanz zu den Mitarbeitern.

Der
Abgleich mit den Führungskräften Frau B. (Gesamtstationsleitung) und Frau Z. (Teamleitung Station 3) sollte noch intensiviert werden. Die Führungsebenen müssen als eine Einheit empfunden werden. Sie dürfen nicht die Möglichkeit bieten, von den dominanten Mitarbeitern ausgespielt zu werden.

Die
Aufgaben- und Stellenbeschreibungen müssen den Mitarbeitern und Führungskräften absolut klar sein. Die Führungskräften brauchen eine einheitliche Linie und Zielsetzung um konstruktiv führen zu können. Die Mitarbeiter erkennen dadurch eine klare Struktur und bekommen unterstützende Orientierung um ihre Arbeitsabläufe effektiv gestalten zu können.

Das Team braucht im Moment ein erhöhtes Sicherheitsgefühl, was den Kontakt zu den Leitungen anbelangt. Des Weiteren brauchen die Mitarbeiter direkte Auseinandersetzungen und Reibungen wie auch konstruktive Anerkennung. Unserer Einschätzung nach, kann Frau L. durch gezielten Ausbau der genannten Führungskomponenten die Position der Teamleitung ausfüllen. Frau L. empfehlen wir deshalb noch zusätzliche Coachingeinheiten , um die genannten Führungsinstrumente zu erlernen bzw. auszubauen. Es sollte jedoch geprüft werden, welches Arbeitszeitmodell möglich wäre, um ihre Präsenz zu den führungsrelevanten Zeiten zu steigern.“

Auszug: ... Es sollte mit jedem Mitarbeiter, der bei dem Kritikgespräch über das Fehlverhalten nicht anwesend war, ein Einzelgespräch geführt werden. Die restlichen Mitarbeiter sollten über das Stattfinden der Gespräche informiert werden.

Vor
allem die Gespräche mit den dominanten Mitarbeitern sollten zeitnah geführt werden. Herr H. sollte dabei konkret darauf hinweisen,  welche Verhaltensweisen er von den Mitarbeitern in Zukunft erwartet.

Nach
festgelegter Zeit sollten diese Gespräche wiederholt und reflektiert werden, ob sich das Verhalten konstruktiv verändert hat.